Tarifvertrag vw tarif plus

Darüber hinaus kamen die Parteien überein, Verhandlungen aufzunehmen, um die erfolgsabhängige Vergütungskomponente für arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die unter den Tarifvertrag fallen, bis zum 30. September 2020 umzugestalten. Darüber hinaus muss die Bundesregierung die Möglichkeit, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären, weiter erleichtern. Die Arbeitgeber sollten nicht mehr in der Lage sein, die allgemeine Haftung zu blockieren. Wenn Sie von mitarbeitern auf die Unternehmensebene wechseln, sehen Sie, dass für 73 Prozent der Unternehmen in Deutschland kein Tarifvertrag gilt. Im Westen wenden 29 Prozent der Unternehmen einen Branchen- oder Unternehmenstarifvertrag an, in Ostdeutschland ist der Anteil mit 20 Prozent sogar noch niedriger. 42 Prozent der Unternehmen im Westen und 34 Prozent der Betriebe im Osten, die keinen Tarifvertrag hatten, gaben an, einen Branchentarifvertrag zu nutzen. Tarifverträge seien “ein wesentlicher Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft”, sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), dem Handelsblatt. “Gute Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen lassen sich nur mit einem Tarif erreichen – das zeigte sich auch in der Corona-Krise”, betonte der Gewerkschafter.

Der Vorsitzende der modernen Gewerkschaften, Zoroslav Smolinska, meinte, dass sie mit dem neuen Tarifvertrag gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten gewährleisteten, insbesondere in den letzten schweren Zeiten für Volkswagen Slowakei und die Automobilindustrie. Viele der nichtkollektiven Unternehmen nutzten branchenspezifische Tarifverträge als Bezugsrahmen bei der Aushandlung von Löhnen und Arbeitsbedingungen. Den Mitarbeitern in diesen Unternehmen fehle es aber “die gesetzliche Verpflichtung und damit die Sicherheit”, schreibt das IAB. Volkswagen und die IG Metall haben die Verhandlungen für die Beschäftigten der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen. Als Folge der Corona-Krise fanden die Gespräche unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen statt. Die Tarifparteien einigten sich darauf, die am 30. April 2020 gekündigten Tarifverträge weiter anzuwenden, ohne die Tischlöhne bis Ende Dezember 2020 zu erhöhen. Die Laufzeit beträgt acht Monate. Gleichzeitig wurde eine Unterstützung für die Mitarbeiter vereinbart, damit sie den Alltag in der Corona-Krise besser bewältigen können.

Arne Meiswinkel, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Chefunterhändler des Unternehmens, sagt: “Die Coronavirus-Krise hat die Tarifvertragsparteien vor besondere Herausforderungen gestellt. Ziel der Verhandlungen war es, die Folgen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu begrenzen und uns so effektiv wie möglich auf die Rückkehr zum normalen Geschäft vorzubereiten. Die einzig angemessene Antwort war eine den aktuellen Umständen entsprechende Vereinbarung: kurzfristig und mit dem Ziel, unsere wichtigen Projekte in schwierigen Zeiten weiter voranzubringen und unseren Mitarbeitern pragmatische und praktische Lösungen zu bieten, damit sie diese Situation so effektiv wie möglich meistern können.